Teambuilding in digitalen Arbeitswelten

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Informeller Austausch ist wichtig für ein Unternehmen. Durch ihn entstehen die soziale Eingebundenheit und die Identifizierung mit einem Unternehmen. Wie funktioniert dieser Austausch in Zeiten des Home Offices?

Bereits in kürzester Zeit nach der Einführung des „Home Offices“ haben viele Beteiligte festgestellt, dass ihnen der Flurfunk, das soziale Miteinander und die Gespräche in der Kaffeeküche fehlen. Dieser informelle Austausch ist aber dennoch wichtig für ein Unternehmen. Hierdurch entstehen die soziale Eingebundenheit und die Identifizierung mit einem Unternehmen. Doch wie kann dieses miteinander in digitalen Arbeitswelten geschaffen werden? Um diese Frage drehte sich der Workshop am 09. Oktober 2020. Der Workshop wurde aufgrund der gegenwärtigen Situation mit Hilfe einer Online-Plattform durchgeführt.

Zu Beginn des Workshops bekamen die Teilnehmer die ungewöhnliche Frage gestellt „Was müssen wir tun, damit keine Kommunikation stattfindet, die soziale Eingebundenheit oder Identifikation mit dem Unternehmen in unseren Digitalen Arbeitswelt auf jeden Fall ausbleibt?“ Nach kurzer Irritation bedingt durch diese Fragestellung, fiel es den Teilnehmern nicht schwer, eine große Ideensammlung anzuhäufen.

Basierend darauf musste nun jeder Teilnehmer eine Frage nach dem gegenteiligen – positiv ausgerichteten Schema – entwerfen. Eine Fragestellung lautete zum Beispiel: „Wie können wir Kaffeepausenkultur in die virtuelle Arbeitswelt bringen, um die Kreativität und Querverbindungen aus dem Büroalltag zu erhalten?“

Nachdem jeder Teilnehmer eine Frage formuliert hatte, musste die Gruppe pro Frage individuelle Beobachtungen aufschreiben. Bei der beschriebenen Frage wurden die folgenden Beobachtungen aufgeschrieben.

  • Mitarbeiter müssen eigenverantwortlich virtuelle Räume aufmachen
  • Muss auch von den Führungskräften positiv vorgelebt werden
  • Geeignete Kommunikationswerkzeuge müssen bereitgestellt werden
  • Themenübergreifende Kommunikation ist quasi nicht umsetzbar, Zufallseffekt fehlt
  • Themenspezifisch funktioniert die Kommunikation auch im virtuellen Raum
  • Diejenigen, die sich kennen bzw. gut verstehen, kommunizieren auch digital weiter


Praktische Umsetzungsideen für digitales Teambuilding

Im Anschluss an diese geäußerten Beobachtungen waren die Teilnehmer aufgefordert, in kurzer Zeit zu der Ausgangsfragestellung Lösungsideen zu präsentieren. Folgende Ideen wurden auf die oben genannte Frage generiert:

  • Ein randomisiertes Matchmaking: Das heißt, Mitarbeiter werden einmal pro Woche mithilfe eines Zufallsgenerators virtuell zusammengeschaltet und tauschen sich dann 15 Minuten aus.
  • Digitale Weinprobe: Statt Betriebs- oder Weihnachtsfeier bekommen Mitarbeiter eine Auswahl an Weinen zugeschickt und können an einer digitalen Weinprobe teilnehmen. Durch Zufallsbreakoutsessions können sich die Kollegen dann über die Weine austauschen.
  • Einen virtuellen Spieleraum errichten: Kicker, PingPong, indem Mitarbeiter sich treffen können, falls sie gerade eine Ablenkung haben möchten.

So wurden in diesem Workshop für verschieden Fragestellungen Ideen und Lösungen generiert, wie Teambuilding auch in digitalen Arbeitswelten möglich ist.
 
Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.