Home Office – digitale Arbeitskultur gestalten

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Für viele Angestellte stellt das Arbeiten im Home Office eine vollkommen neue Situation dar, die sie durch die Pandemie sehr unvorbereitet getroffen hat.

„Stell dir vor, du arbeitest im Home-Office und kannst von dort aus effizient und motiviert deinen Aufgaben nachgehen!“ – diese Vorstellung klingt für viele Mitarbeiter und Führungskräfte noch wie ein Traum. Denn für viele von ihnen stellt das Arbeiten im Home Office eine vollkommen neue Situation dar, die sie durch die Pandemie sehr unvorbereitet getroffen hat. Somit stehen sie nun vor Fragestellungen, wie: Wie führe ich mein Team nun virtuell? Wie schaffe ich weiterhin Verbundenheit mit meinen Kollegen? Wie tauschen wir uns aus? Wie schaffe ich es als Führungskraft, Transparenz und Vertrauen über den digitalen Weg aufzubauen? In dem Workshop „Home-Office – digitale Arbeitskultur gestalten“ am 2. Oktober 2020 haben sich die Teilnehmer mit genau diesen Fragen beschäftigt.

Den Teilnehmenden in dem Workshop wurde eine Methode gezeigt, wie sie mit Hilfe eines sogenannten Culture Boards, Probleme identifizieren, offenlegen und aufbrechen können. Zunächst schrieben die Teilnehmer in einem Brainstorming konkrete Probleme auf, die im Home-Office entstehen oder schon vorhanden sind. Im Anschluss wurden diese geclustert.

Danach konnte jeder Teilnehmer ein beliebiges Problem, das während des Brainstormings aufgeschrieben wurde, auswählen und anhand des Problems einen sogenannten Culture Hack entwickeln. Das ist eine minimalinvasive Lösung, die das Betriebsergebnis positiv beeinflusst. Es wurden insgesamt acht Hacks entwickelt. Beispielsweise wurde der „Home-as-Office-Hack" entwickelt.

Home-as-Office-Hack

Mehrere Teilnehmer notierten im Zuge des Brainstormings das Problem der Vereinsamung bzw.  Isolation im Home Office. Als Lösung hierfür wurde die „Ritualisierung“ des Arbeitstages genannt, die die Idee verfolgt, im Home Office die gleichen Strukturen zu leben, wie beim Gang ins Büro. Das heißt: Aufstehen, Duschen, Frühstücken, vor die Tür gehen um den Block laufen und erst dann an den Home Office Arbeitsplatz zu gehen. Danach sollte die gleiche Routine erfolgen, wie im Büro: Kaffee holen, den die Kollegen begrüßen, etc. Wenn räumlich möglich, sollte ein externer Raum für die Arbeit benutzt werden, die Mittagspause sollte nicht am Arbeitsplatz stattfinden und bei Beendigung der Arbeit, sollte der Arbeitstag erneut durch einen Spaziergang beendet werden.

Einfach-mal-sprechen-Hack

Ein weiterer Hack, war der „Einfach-mal-sprechen-Hack“, der darauf abzielt, dass Führungskräfte die Bedürfnisse von Mitarbeitern im Home Office besser ergründen können. Will der Mitarbeiter überhaupt von zu Hause arbeiten und wenn ja, was braucht er dafür? Anschließend sollten die Bedarfe der Mitarbeiter ausgewertet und Lösungen hierzu erarbeitet werden.

Die Teilnehmer konnten im Workshop verschiedenste Anregungen zur Verbesserung der Arbeit im Home Office mitnehmen. Zudem haben die Teilnehmer mit der Workshopplattform Miro eine Workshopvariante kennen gelernt, die sie selbst im Unternehmen anwenden können. Die Veranstaltung hat somit gezeigt, dass es bei der Schaffung einer digitalen Unternehmenskultur um Partizipation und Mitgestaltung geht: Jeder Einzelne kann seine Arbeit im Home Office, den Austausch mit seinen Kollegen oder Teams aktiv gestalten. Bereits kleine Maßnahmen besitzen einen hohen Wirkungsgrad.

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.